Austausch, Praxisnähe und klare Zukunftsthemen
Am 27. und 28. März 2026 fand der 3. Österreichische Pflasterertag statt und brachte wieder zahlreiche Fachleute aus dem Pflastererhandwerk zusammen. Zwei Tage lang stand der Austausch über aktuelle Entwicklungen, Normen und Zukunftsthemen im Mittelpunkt – praxisnah, direkt und branchenrelevant.
Der erste Tag begann mit der offiziellen Eröffnung und dem Bericht aus der Bundesberufsgruppe. Danach wurde die Arbeit des Forums Qualitätspflaster vorgestellt, bevor es um zentrale Themen der Ausbildung und das Image des Berufs ging. Auch die überbetriebliche Ausbildung sowie Entwicklungen rund um Wettbewerbe wie AustrianSkills wurden behandelt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Normen und Richtlinien. Hier wurde nicht nur über aktuelle Änderungen informiert, sondern auch aktiv in die Zukunft gedacht: Im Rahmen einer Online-Umfrage konnten die Teilnehmer direkt angeben, welche Normthemen ihnen in der Praxis besonders wichtig sind. Diese Rückmeldungen sollen künftig gezielt in die weitere Bearbeitung einfließen und sorgen damit für mehr Praxisnähe in der Normungsarbeit.
Am Nachmittag folgten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Bundesinnung sowie ein Dokumentarfilmprojekt über das Pflastererhandwerk. Der Tag wurde durch Ehrungen und einen feierlichen Ausklang abgerundet, der viel Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung bot. Besonders hervorzuheben war dabei die Verabschiedung von Raimund Grebien als langjährigem Funktionär, der für sein großes Engagement mit einem goldenen Pflastererhammer ausgezeichnet wurde – ein symbolträchtiges Zeichen der Wertschätzung.
Der zweite Tag widmete sich erneut normativen Themen, diesmal mit Fokus auf aktuelle Änderungen und Ergänzungen. Spannend war auch der Blick in die Zukunft: Ein Vortrag zur Frage, wie Künstliche Intelligenz den Beruf des Pflasterers beeinflussen könnte, zeigte neue Perspektiven auf. Ergänzt wurde das Programm durch rechtliche Themen wie Schadenersatz, Gewährleistung und die Hitzeschutzverordnung sowie eine Vorführung der Maschinen von Milwaukee.
Insgesamt zeigte die Pflasterertagung 2026 einmal mehr, wie wichtig der direkte Austausch in der Branche ist. Sie verbindet Praxis, Fachwissen und Zukunftsfragen – und gibt gleichzeitig Raum für Wertschätzung und Gemeinschaft im Handwerk.









